Fokus. Das war mein Wort 2019. Zwischenzeitlich fühlte es sich so an, als würde ich meilenweit davon abrücken. Zeitweise habe ich mich sogar geschämt, es laut auszusprechen – so verirrt und wuselig fühlte sich mein Weg durch 2019 an. 

Im Rückblick fällt mir auf, dass ich selten so straight durch ein Jahr marschiert bin. (Wann immer du das hier liest: anhalten, zurückschauen, auf die Schulter klopfen, atmen, weitermachen. Du hast schon so vieles geschafft!)  

2019 war für mich ein Jahr voller Emotionen und Herausforderungen. Ich bin über mich hinausgewachsen und habe meinen Ängsten ins Gesicht geschaut. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich innerhalb dieses Jahres um mindestens einen Kopf größer geworden bin. (Ich bin eher klein, es wird dir also kaum auffallen, falls wir uns mal begegnen.)

Januar

Im Dezember hatte ich das erste Mal ein Vision Board erstellt. Dafür habe ich mir professionelle Hilfe von Sandra geholt: unter ihrer Anleitung habe ich gemeinsam mit anderen Unternehmerinnen Ende Dezember geträumt und mich mit meiner Vision verbunden und anschließend geschnippelt und geklebt, was das Zeug hielt. War das genial! Ich erinnerte mich daran, wie viel Spaß mir Basteln und freies kreatives Schaffen machen. Das fertige Vision Board bekam einen zentralen Platz in meinem Arbeitszimmer. 

Mein Monat startete direkt gigantisch: ich habe meine bis dato höchste Rechnung geschrieben. Wow, was für ein Gefühl! Die war übrigens mehr als 4x mal so hoch, wie die gleiche Leistung ein Jahr zuvor. Mein Tipp: erhöhe immer dann die Preise, wenn sie dir vor dem Spiegel selbstbewusst von den Lippen gehen. Nach und nach nach jedem Kunden.

Für mein Arbeitszimmer hatte ich mir einen eigenen Wandkalender designed. Über ihm prangte die Headline „Mein bestes Jahr“. Das erste, was ich eingezeichnet hatte, war ein langersehnter Los-Angeles-Urlaub im Juni. Wie sehr ich auf dieses Highlight hinfieberte! Bereits im Juli 2018 hatten wir die Flüge gebucht. Nachdem ich den Kalender auf meiner Facebookseite gepostet hatte, wurde ich gefragt, wo es den Kalender denn gäbe. Ich bestellte eine Kleinauflage, die wegging, wie geschnitten Brot. Wow, cool. 

Ende des Monats mehrten sich die E-Mails von Sigrun (Business-Mentorin aus Island), die erneut die Türen zu SOMBA, ihrem Online-MBA-Programm öffnete. Da war es wieder: dieses Kribbeln. Das kannte ich bereits, denn ich hatte schon mehrere dieser Launches an mir vorüberziehen lassen (und es hinterher immer bereut). Dieses Mal fiel der Launch in die Woche meines 36. Geburtstags. Oh man! Fokus, Lena! Wann, wenn nicht jetzt? Sprichwörtlich fünf vor zwölf habe ich gebucht. Holy Moly, war das viel Geld auf einmal. 

Ich schwor mir, dass ich diese Investition wieder reinarbeiten würde. Dann müsste ich eben noch mehr Freizeit opfern. Neben dem Vollzeitjob als Head of Design in einer Digitalagentur eine abenteuerliche Ansage. Aber ich wusste, dass ich mit Sigruns How-to’s effizienter vorwärts kommen würde, als allein. Ich war einfach committet as hell. 

Meine Haare sind diesen Monat Eisblond und ich lache und weine bei dem Spruch: Es ist nicht das Kleid, das dich fett macht, es ist das Fett, das dich fett macht. Al Bundy. 

Februar

Apropos committet. Kurz nach dem dicken Investment gönnte ich mir einen weiteren Gruppenkurs von Sandra: Journaling. Ich oute mich hiermit als anonyme Journal-Sammlerin … Um nicht noch weitere Schrankwände und Schubladen mit leeren (aber soooo schönen!) Journals zu beladen, wollte ich mir dieses Repertoire kurzerhand zu Nutze machen. Der Kurs erstreckte sich über einige Wochen und gefiel mir richtig gut. Jeden Tag seine Gedanken rauszuschreiben erwies sich als echte Hilfe für mein immervolles Scanner-Hirn. Was anfangs noch Zwang war, wurde zur Erholungszeit am Tag. Ich stand sogar eher auf, um morgens vor der Arbeit noch zu journalen.

Im Februar bekam ich einen SOMBA-Buddy zugewiesen. You have a buddy! So las sich der Betreff der Mail, die ich schon heiß erwartete. Was, wenn der Buddy total doof ist? Wenn der jeden Tag telefonieren will? Wenn der nur englisch spricht? Uahhh. Heute weiß ich, dass Claudia die beste ist, die mir passieren konnte! Wir mögen Mails und Messenger und haben die gleiche Art Humor und die gleiche Vorstellung von Support. Alles kann, nichts muss. Puh, Glück gehabt!

Meine Haare erfuhren diesen Monat mal eine fesche Phase mit einem satten Rosa. Ging ganz gut! 

März

SOMBA habe ich im Januar übrigens über Anke gebucht. Anke war SOMBA-Affiliate und ich war so begeistert von ihrer Story, dass ich mich gefreut hatte, sie als zusätzlichen deutschen Coach haben zu können. Kurzherhand buchte ich im März zusätzlich ihren Geschäftsmodell-Workshop, an dem wir gemeinsam in einer kleinen Gruppe einen Samstag online unser Business Model Canvas erarbeitet haben. Mein Canvas hing fortan neben meinem Vision Board und meinem Kalender im Arbeitszimmer. Volle Sicht auf Erfolg quasi.

Im März war ich mit meinem Freund bei Profiler Suzanne. Was für eine grandiose Frau! BIG LOVE. Sie ist für mich eine der stärksten Personal Brands, die man sich vorstellen kann. Da stimmt einfach alles: Auftreten, Thema, Wording, Stil, Marketing, … . Sie selbst ist entgegengesetzt zu ihrem eher biederen Äußeren eine wunderbar warmherzige und sehr humorvolle Frau. Auf dem Event habe ich eine Online-Bekanntschaft das erste Mal live gesehen: Sascha, war schön dich zu sehen!

Ich stellte fest, dass das journalen anfängt mich zu nerven. Genervt lasse ich es erstmal. Meine Haarfarben im März waren Blond, Grau und Rosé. Letzteres hatte es mir extrem angetan, was für eine geile Farbe.

Es wird langsam schön draußen und wir machen so oft es geht Ausflüge in unseren geliebten Harz.

 

April

Der April war eher ein ruhiger Monat. Mein absolutes Highlight war die Zusammenarbeit mit meiner langjährigen Schulfreundin Tamara, für die ich einen Namen und ein Logo für ihr in 2020 startendes Business entwickeln durfte. Der frühe Vogel, you know. 

Ein weiteres Highlight war, dass Autor Marius Kursawe mich direkt ansprach, ob ich sein neues Buch rezensieren möchte. Wie geil ist das denn? Da hat sich die neue Ausrichtung meines Instagram-Accounts ja scheinbar gelohnt! Hab mich riesig gefreut und das Buch ist auch echt richtig gut: Berge versetzen für Anfänger. Verheißungsvoller Untertitel, oder?

Im April hatten wir einen ganz grauenhaften Leihwagen (serienausgestatter Seat Ibiza), der uns mal wieder zeigte, wie wichtig das eine oder andere Feature an einem Auto ist. Merke: man weiß Dinge oft erst zu schätzen, wenn man sie nicht mehr hat.

Ich hatte im April lilane und türkise Haare und habe mir eine handvoll neuer Plugs und Tunnel gekauft. In Pink, Schwarz, Weiß und Silber. Always #onbrand.

Mai

Im Mai habe ich mal wieder in Onlinekurse investiert: die regelmäßigen Sales bei Udemy sind echt nicht gut für deren Image. Aber für meine Geldbörse allemal. Ich hab mich über zwei Branding-Kurse von Stephen Houraghan gefreut. Mein Ziel dabei: schauen, wie man so einen Kurs didaktisch aufbereiten kann. Seitdem ich Mitglied bei SOMBA war wusste ich: ich steige mal so richtig dicke ins Kursgeschäft ein! Und ein bißchen Inspiration schadet ja nicht. Mein Problem ist nämlich das vieler Experten: ich weiß zwar, wie es geht, habe aber keinen definierten Prozess, den ich lehren kann. Das was ich tue liegt mir einfach im Blut. Das hat mich gewurmt, von daher waren die beiden Kurse ein spannender Einblick. (PS: Ich wusste aber direkt, dass ich es doch anders machen würde.)

Im Mai hat Sigrun angekündigt, dass es eine SOMBA Summer School geben wird. Aus dem vergangenen Jahr kannte ich bereits Ankes Erfolgsstory, die die Gewinnerin ebendieser Summer School war (in der Summer School wird unter Live-Bedingungen ein kompletter 4-wöchiger Onlinekurs erstellt und durchgeführt). Ich war schlagartig nervös und aufgeregt! Ich wollte unbedingt mitmachen, das war die Gelegenheit! Ich wägte ernsthaft ab, ob ich meinen Job auf Teilzeit reduziere, um 1. richtig intensiv mitmachen zu können und 2. mal endlich was vom Sommer zu haben! (die letzten zwei Jahre Doppelbelastung mit Job und Business fingen langsam an zu zehren)

Das Leasing meines heißgeliebten Polo GTI lief aus und wir haben uns nach unendlichen Diskussionen die Monate vorher für ein Upgrade entschieden: es wird ein Golf GTI Performance. #roarrrr Viel zu teuer, viel zu heftig, aber so geil. So selten, wir wir unterwegs sind, darf es schon ein Erlebnis sein. Wir haben nur ein Auto zu zweit und fahren weniger als 10.000 km im Jahr. Und leider (!) ist Carsharing auf unserem platten Land undenkbar und Öffis … die fahren maximal halbstündlich. Und nicht dorthin, wo wir hinwollen. Genug der Rechtfertigung. 

Meine Haare sind im Mai in tiefem Silber getüncht. Gefällt mir ausgezeichnet.

Juni

Urlaubsmonat! YEAH! Endlich kann ich die Tage runterzählen. Aber was diesen Monat noch viel wichtiger ist: ich habe meinen Vollzeitjob reduziert. Todesmutig habe ich mit meinem Chef gesprochen. Da kann ja so vieles schief gehen! Ich wollte nicht, dass mein Kürzertreten falsch rüberkommt, ich mochte den Job. Aber ich mochte halt auch meine neuen Herausforderungen! Vier statt fünf Tage in der Woche sollten es sein. Ein paar Tage nach diesem Gespräch setzte ich noch einen drauf: Ach komm, drei Tage reichen auch! Ab Juli war ich also nur noch zu 60% beschäftigt. Fast halbtags! Poah, fühlte ich mich mutig. Ich hängte meine Vollzeitstelle als Head of Design an den Nagel und switchte intern um auf die neu geschaffene Stelle des Digital Branding Experts. Gefeiert haben wir das mit einem Ausflug in unseren geliebten Harz.

Nun war alles klar: Freiraum im Job geschaffen, Summer School Daten wurden bestätigt und ich habe wohlwollend zur Kenntnis genommen, dass die heiße Phase erst nach meinem Urlaub startete. Also, ab nach Los Angeles! 

Der Urlaub war großartig und hat unsere Erwartungen übertroffen. Wir habe eine Rundreise über Palm Springs, Las Vegas und Nationalparks gemacht und jeden Moment dieses maximalen Freiheitsgefühls genossen. Beverly Hills, Alter. That’s where we wanna be. Und im Last Bookstore, da wollte ich auch bleiben. Wir haben so groß geträumt, wie noch nie und die Sehnsucht beim Heimflug war wie immer riesig. Greencard, nächstes Jahr sind wir dann mal dran, ne? Danke. Bilder von diesem und anderen USA-Urlauben gibt’s auf unserem Instagram-Kanal Passionpreneurs. Merke: Urlaub ist wichtig. Nicht nur, um mal rauszukommen, sondern auch um neue Ideen heraufzubeschwören.

Ich hatte so viele Ideen im Kopf, dass ich einen dreimonatigen Positionierungskurs bei Martina Fuchs gebucht habe, der erst im Oktober starten sollte. Ich brauchte jemanden, der mir Schritt für Schritt zeigt, wo ich im Markt meinen Platz habe. Hach, Freude! Mit Martina hatte ich bereits Kontakt und sie avisierte mir bereits, dass sie da das eine oder andere Projekt für mich hätte. Wow.  

Haarstatus (mit langem u): Weißblond, Flieder, Helltürkis. 

Juli

Ich kriege plötzlich tonnenweise Anfragen für Brandingservices. Wie cool ist das denn? Zumal ich weder Social Media Marketing noch E-Mail-Marketing betreibe (wegen akuter Zeitnot). Geil.

Ich genieße meine erste Woche in Teilzeit. Gleich am ersten Tag habe ich ein Gespräch mit Martina, die gerne mit mir (sie mit mir!) zusammenarbeiten möchte. Besser kann die Woche nicht starten! 

Im Urlaub habe ich mir ein Shirt mit der Aufschrift „She believed she could – so she did“ gekauft, was ich äußerst gerne trage.

Diesen Monat bereite ich mich auf die Summer School vor. Ich kaufe eine Webcam, E-Mail- und Video-Software, Licht und pipapo. Hell, bin ich ready! Außerdem buche ich mir mein Ticket zu Sigruns Live-Event in Zürich. Neuer roter Eintrag in meinem Wandkalender! Ich kaufe eine Domain, die mir beim Großdenken in Los Angeles in den Sinn kam und die den Grundstein für einen neuen Businesszweig legen soll. Aufregend! Ich drehte im Juli übrigens auch das erste Video ever, das es auf meine Facebookseite geschafft hat. Nein, ich verlinke das nicht.

Ich stelle mit Erstaunen fest, dass ich meinen Vorjahresumsatz gerade überholt habe. Wenn es so weitergeht, dann kann ich das fehlende Gehalt tatsächlich direkt ausgleichen! #läuftbeimir

Meine Haare sind im Juli erst in einem grauenhaften Pink, das sich zum Glück wunderschön in Rosé auswäscht. 

August

Im (Juli und) August passiert der heiße Scheiß. Nein, nicht die Hitzewelle: Unter Anleitung von Sigrun erstellte ich on-the-fly meinen ersten Onlinekurs. Keine Generalprobe, kein Üben, sondern in Echtzeit. Dafür habe ich im Juli ein Thema überlegt, die Seedingphase eingeleitet und meine Liste (ich sage das, als hätte ich gewusst, was das ist) mit potenziellen Interessenten befüllt. Genau 100 Personen habe ich als Beta-Tester in den Kurs eingeladen. Der Kurstitel: PicturePower! Das Big Promise: Wie du mit der richtigen Bildsprache zum Must-have wirst. 

Vier Wochen lang galt es jeden Montagmorgen ein Modul und Aufgaben für die Teilnehmer in eine dafür eingerichtete Facebookgruppe hochzuladen. Jeden Donnerstag trafen wir uns in einem Q&A-Videocall und jeden Freitag habe ich Feedback erbeten, aus dem ich dann am Samstag und Sonntag das nächste Modul entwickelte. 

Es war ein verdammt heißer August. Und ich habe ihn ungelogen fast komplett drinnen verbracht. Denn zu allem Überfluss musste ich bei der Arbeit wieder fünf Tage ran: ein Projekt hatte die Deadline überschritten und musste dringend vom Eis. There I was. Aber ich hab gemerkt: es funktioniert. Oder besser: ich. Zum Abschluss des Kurses habe ich den Teilnehmern ein Angebot zur Weiterarbeit mit mir gemacht, was erstaunlich viele angenommen haben. Ich war echt baff! Ich hatte eine 9% Conversionrate und meinen ersten 5-stelligen Monat. Die Feedbacks der Teilnehmer waren der absolute Wahnsinn. Zum Abschluss habe ich ein Geschenk aller Teilnehmer erhalten, was mich alte Ice Queen sowas von zu Tränen gerührt hat! Der Hammer. Habe immer noch einen tattrigen, wenn ich dran denke. So viel Energie und das bei 37 Grad draußen. 

What a ride. Den nächsten hab ich auch gleich gebucht: Bahn und Hotel für das Event in Zürich. Check. Auf den vielen Stress haben mein Freund und ich uns erstmal ein Metal-Festival gegönnt. Heavy Headbanging. Ist auch gut für den steifen Nacken.

Und das beste kam erst noch: aus allen Teilnehmern wurde ich als Gewinnerin ermittelt. Das beste Ergebnis und die beste Performance unter über 260 Teilnehmern! WOW! Da kann man schon mal klatschen! Ich konnte mein Glück kaum fassen. Ich hatte nicht nur den Staffelstab von meiner Mentorin Anke übernommen, sondern auch ein nagelneues MacBook Pro gewonnen!

Die freigesetzte Energie sorgte dafür, dass ich Ende August in das nächsthöhere Programm von Sigrun investiert habe: SOMBA Momentum. Ein quasi 5-stelliger Betrag, der mal eben so in einem Rutsch wegfloss. Noch nie hat sich Geld ausgeben so richtig angefühlt! 

Ich startete zudem meine erste eigene Facebookgruppe, die Neoncrew für Personal Brands mit Style und Statement.

Außerdem startete ich über meinen Arbeitgeber eine mehrwöchige Weiterbildung zum Digital Brand Manager an der Quadriga Berlin. Jede Woche ein Webinar, let’s go!

Ich nahm mein Business mittlerweile so ernst, dass ich von Paypal als Bezahl- und Buchhaltungsanbieter zu Lexoffice und Kontist geswitcht bin. Paypal wurde mir auch langsam zu teuer.

Ende August habe ich mir mit meinem Freund ein paar Tage Auszeit in Prag gegönnt. Diese wunderbare Stadt! Hier könnten wir es auch aushalten, denken wir beide. 

Ich habe eine weitere Buchrezensions-Anfrage erhalten. Krass! Dieses Mal für Cordula Nussbaums Buch Glüxx-Factory. Oh män, wann sollte ich das denn lesen?

September

Ich hatte so gut wie alle meine Kundenprojekte für die Summer School geschoben, so dass diese jetzt im September viel Platz einnahmen. Ich hab es so genossen, endlich wieder im stillen Kämmerlein kreativ sein zu können und nicht vor die Kamera zu müssen. 

Ich durfte im September zu Gast sein in Sigruns Podcast, der Sigrun Show! Ich war der erste Gast, den sie aus ihrem Appartment in NYC interviewte und habe als eine der ersten ihren wahnsinnigen Ausblick gesehen! Das war mehr als verlockend. Das will ich auch erreichen. Das Interview war viel leichter, als ich befürchtet hatte. Was hatte ich einen Schiss! Ein englisches Interview, was in die ganze Welt gebeamt wird! OH GOTT. Mein Buddy Claudia durfte übrigens auch als SOMBA Success Story dran glauben: sie hatte einen irren Zuwachs ihrer E-Mail-Liste. Super gemacht!

Als neues Mitglied in SOMBA Momentum musste ich mich 2 Minuten auf Video vorstellen. Noch so ein Riesenkloß im Hals! Ugh! Auch das habe ich geschafft. Weil sich Video für mich immer noch komisch anfühlte, buchte ich kurzerhand einen Facebook-Live-Kurs bei Kathrin Luty. Ich war fest entschlossen, dieses Medium zu meinem zu machen! Aus Zeitmangel bin ich leider nicht dabei geblieben, so vieles war wichtiger. Hier habe ich übrigens meinen ersten Affiliate-Kauf eingeheimst. Das könnte mir gefallen: für etwas, das man genial findet die Werbetrommel zu rühren und dafür noch bezahlt zu werden. Coole Sache!

Ich investierte weiter und schaffte mir Softwares an, die mir den Alltag erleichtern sollten. Nach so einem Monster-Investment (wie dem von Momentum) gehen einem plötzlich diverse Beträge sehr leicht von der Kreditkarte. Wirklich genutzt habe ich seitdem nur die kostenlosen Tools: Google Kalender, Notizen und Tasks.

Ende September beschäftigte mich, dass es meiner Mutter nicht gut geht. Wir wohnen eine gute halbe Stunde voneinander entfernt und ich hatte Sorge, dass ich vor lauter Verpflichtungen und Terminen nicht richtig für sie da sein kann, wenn es drauf ankommt.

Ich selbst litt unter starken Rücken- und Nackenschmerzen und überstand manche Tage nur noch mit Ibuprofen und Heizdecke. Früher gingen diese Schmerzen über Nacht weg. Ich weiß: ich muss mehr raus. Aber wann? Ich kam einfach nicht mehr hinterher mit den ganzen To-do’s. Die Liste war unendlich. Ich merkte, wie ich mehr und mehr schwermütig wurde. Und ich war extrem unzufrieden mit meinem kreativen Output (thank god: die Kunden nicht!).

Oktober

Im Oktober starteten die Coaching-Pakete, die ich im Anschluss an meinen Kurs verkauft hatte. Ich war echt aufgeregt, denn bislang hatte ich mit Going Neon noch nicht explizit gecoacht und beraten – es war also eine Premiere! Das erste Mal begleitete ich Personen, ohne selbst Hand anzulegen. Komisches Gefühl. Aber genau das wollte ich immer! Zumindest dachte ich das zu dem Zeitpunkt. Und ich stellte fest, dass ich eine große Hilfe sein kann, auch wenn ich „nur“ anleite, brainstorme, strukturiere, Fragen stelle und auf den Punkt bringe. Die Vielfalt dieser Coachings war spannend für mich: ich stellte fest, mit welchem Typ Mensch ich richtig gut arbeiten kann und in welchem Bereich ich wirklich gut bin. Merke: gut ist auch das, was man mühelos und aus dem Eff-eff auftischen kann. Und merke auch: Expertise ist wertvoll, auch wenn es sich für dich selbst easy-peasy anfühlt. Der Kunde legt die Messlatte fest.

Meiner Mutter ging es täglich schlechter und ich stand permanent unter Anspannung. Ein grauenhaftes Gefühl, wenn Ärzte nicht herausfinden, was einem fehlt. Man ist so machtlos! Auf der Arbeit gab ich Bescheid, dass es sein kann, dass ich mal spontan los muss. Musste ich. Tage später lieferte sich meine Mutter nach zahlreichen befundfreien Besuchen in der Notaufnahme selbst in eine Klinik ein. Es wird festgestellt, dass sie zwei leichte Schlaganfälle hatte. Von wegen eingebildete Krankheit … Sie blieb mehrere Tage auf der Stroke Unit zur Beobachtung und wurde medikamentös neu eingestellt und entlassen. Es ging ihr anschließend deutlich besser und wir atmeten wieder ein bißchen auf. Bei mir hinterließ diese Episode einen Eindruck von Hilflosigkeit. Und Abhängigkeit. Unerträglich für mich. Und der Gedanke nicht zu können, wenn ich gebraucht werde, hat mich wütend gemacht. Wütend auf mein Leben voller Termine und Pflichten. 

Im Oktober gab es einen weiteren Sprung ins kalte Wasser: die Reise zu Sigruns Event nach Zürich. Ich war noch nie auf einer internationalen Konferenz, ich war noch nie in Zürich, ich bin noch nie so weit Bahn gefahren, ich stand noch nie auf einer internationalen Bühne, ich habe noch nie einen Preis überreicht bekommen, ich habe noch nie so viele neue Menschen kennengelernt.

Im Vorfeld hatte ich die schlimmsten Befürchtungen: halte ich es als hochsensibler und introvertierter Mensch zwei Tage lang unter so vielen Menschen aus? Schaffe ich den englischen Small-Talk? Was, wenn ich die ganze Zeit auf dem Klo verbringe? (Reizdarm, olé)

Ich war auf der Hinfahrt schon unter Hochspannung. Ein leichter Infekt tat sein Übriges. Die Hinfahrt endete dann zu später Stunde spontan in Basel, statt in Zürich. Das käme wohl öfter vor. WTF. Mein Hilferuf auf Facebook wurde direkt erhöhrt und Sabrina (eine Facebookfreundin aus Basel) bat mir direkt ein Bett bei sich an. Das war so schön zu lesen! Aber ich musste ja dringend nach Zürich.

Gemeinsam mit hunderten Reisenden fand ich gemeinsam den Weg nach Zürich. Was für ein Ritt! Am nächsten Tag ging es los und bereits das Eintreffen in die Menschenmenge bereitete mir Unbehagen. Obwohl ich echt nicht schüchtern bin: ich hasse Small-Talk und unsicheres Rumstehen mit Fremden. Jeder dort kannte mich und meinen Namen und begrüßte mich (jetzt weiß ich, wie Promis sich fühlen! Lach!). Zum Glück gab es einige unter ihnen, die mir sofort die innere Unruhe nahmen, z.B. Monika und Klaudia. Danke euch! 

Das zweitägige Event war natürlich der Oberhammer und ich habe so viel Inspiration aufgesogen, so viele tolle Kontakte vertieft, neue Perspektiven gewonnen. Und bin damit sehr über mich hinausgewachsen. Alles andere wäre einen eigenen Bericht wert. 🙂 

Im Anschluss an das Live-Event habe ich Sigruns Selfmade-Summit im Juni 2020 in Island gebucht. Ich habe keine Ahnung, ob das passt oder wie sich das ausgestalten wird, aber ich werde es herausfinden! Everything is figureoutable – das ist übrigens auch der Titel des Buches von Marie Forleo, was eines meiner liebsten 2019 ist. Tipp!

Der Positionierungskurs von Martina startete endlich und ich hab mich gefreut, endlich wieder etwas mehr für mich und mein Business zu tun, statt nur noch hinter To-do’s herzuhecheln. Erste Erkenntnisse machten sich breit, während ich den Kurs durcharbeitete. Und zwar solche, die ich mir zunächst nicht eingestehen wollte.

Im Oktober habe ich meine erste Anfrage erhalten, als Speakerin bei einem Online-Summit dabei zu sein! Ich hab mich gefreut, wie ein kleines Kind, denn Michaela fragt mich zu einem Thema an, von dem ich gar nicht gedacht hätte, dass ich es nach außen getragen hätte: Farb- und Designpsychologie. Wir verabredeten uns zu einem Videointernview. Später erfuhr ich, wer noch alles bei dem Summit Speaker ist und fühlte mich mehr als geehrt in so einer illustren Runde! Wow.

Ich investiere in weitere Software, schrieb mein bisher höchstes Angebot und archivierte meinen Going-Neon-Instagram-Account. Also, er ist noch da, aber ich habe alle Beiträge archiviert. Mir hat meine Präsenz dort nicht mehr gefallen und ich war unschlüssig, wie es weitergehen sollte. Privat liebe ich Instagram, business-technisch mag ich Facebook viel lieber. Komisch manchmal. Der Account ruht übrigens bis heute, aber da kommt was Neues. Bald.

November

Ich ging zum Arzt und klagte (erneut) über meinen schlechten Allgemeinzustand. Mir fehlte einfach jeglicher Drive, ich sah aus wie ein Wrack und ich war uninspiriert und einfach überarbeitet. Nach einem Bluttest wurde deutlich: hardcore untersommert! Ich wurde mit Vitamin D gepimpt und sollte dringend mehr raus. Und ich denke nur so: ja, wann denn man?! Ich wurde niemandem mehr gerecht. Meinem Freund nicht, meiner Mutter nicht, meinen Kunden nicht, meinen Kursen nicht und vor allem nicht mir selbst. Was für eine große Scheiße. Am liebsten hätte ich ein Streichholz reingeworfen und mit der Versicherungssumme neu angefangen. Ugh. 

Ich riss mich zusammen und zog durch. Ende Dezember, da wirds ja wieder ruhig. Da hab ich alle Kundenjobs abgearbeitet und hab ein paar Tage frei. Da entspanne ich dann. Aber sowas von!!! 

Meine Nerven waren auf Limbo. Dann ergab sich etwas, was mich heute noch staunen lässt. Ich hab meinen Job gekündigt. Am 07.11.2019 habe ich um die Aufhebung meines todsicheren und gut bezahlten Arbeitsvertrages gebeten. Ich stellte mich damit über sämtliche Ur-Ängste, die mich seit Jahrzehnten begleiteten. Den Montag vorher saß ich auf der Arbeit und irgendeine Aussage führte dazu, dass ich anfing an der Sinnhaftigkeit dieser Anstellung zu zweifeln. Frei nach Mel Robbins 5-Second-Rule zählte ich runter und schrieb meinem Chef, dass ich etwas besprechen müsse. Bis zu dem Donnerstag konntest du mich kaum ansprechen, so sehr war ich über mich selbst schockiert und damit beschäftigt, die richtigen Worte für das Gespräch zu finden. Ich mochte meinen Job. Nur das Korsett Drumherum passte nicht mehr zu meinem Leben. Ich einigte mich mit meinem Chef darauf, dass ich weiterhin als freie Mitarbeiterin bzw. externe Expertin tätig sein werde. Für uns beide ein guter Deal. Wer hätte gedacht, dass die K-Frage so geschmeidig durchflutschen kann? Merke: viel weniger Gedanken machen. Nach diesem aufregenden Tag habe ich mir spontan ein Brathähnchen geholt. Und es genossen.

Vor dem K-Day hatte ich noch etwas gemacht, was ich zu Anfang des Jahres kaum für möglich gehalten hätte: ich bin einer Engel-Community beigetreten. Doch, echt wahr. Meine Facebookfreundin Sarah kommuniziert mit der unsichtbaren Welt und über kurz oder lang bin ich von ihren regelmäßigen Engelbotschaften so fasziniert und erfreut gewesen, dass ich mich in meiner Blues-Phase entschloss, ihrem Inner-Circle beizutreten. Von November bis Januar begleiten mich also professionelle unsichtbare Kräfte. Und believe it or not: die Botschaften in Sarah Readings sind so klar und deutlich und helfen mir so dermaßen in Entscheidungsfragen, dass ich als Natural Born Skeptiker Gnade vor Recht walten lasse. Sarah und ihre Engel-Community tun mir einfach gut. 

Außerdem habe ich festgestellt, dass ich ein Super-Manifestor bin: nahezu alles von meinem Vision Board hatte sich längst erfüllt! Der Hammer. Ich habe bereits in der Vergangenheit immer Bücher über Mystisches und Kosmisches gelesen, aber stieg nach diesen Erlebnissen wieder vestärkt in die Quantentheorie ein. Alles ist Energie.

Die Scully in mir jubilierte, dass es endlich Belege für Übernatürliches gibt. 

Meine diversen Einflüsse von außen und oben führten dazu, dass ich mich wieder etwas mehr mit mir selbst verbinden konnte. Ich habe gemerkt, wer ich wirklich sein möchte. Und siehe da: im Grunde ist es mein Kindheits-Ich, dass mein großes Vorbild ist. Die extravagante Künstlerin, die Vorlaute und Freche, die Ton-Angeberin, die Innovative. Ich merkte, wie sehr ich mich in den letzten Jahren von gesellschaftlichen Zwängen und „das macht man halt so“ hab leiten lassen. Ich! Der Alltime-Rebell. Ich dachte seit Eintritt in die Onlinebusiness-Blase immer, dass ich beraten und coachen will. Aber eigentlich will ich nur Stuff designen, Kaffeetrinken und Techno hören. Scheiße. Ich will auch keine Kurse geben. Oder Termine haben. Oder zumindest nicht so viele.

Aus meiner im Sommer gekauften Domain machte ich kurzentschlossen einen Shopify-Account. Der Designer in mir war voller Inbrunst und voller Tatendrang. Wenn doch nicht sooo viel zu tun wär bis Dezember. Arrrrr.

Da ich ja jetzt wieder den Designer in mir hervorholte, wurde es Zeit für ein neues Investment: ich kaufte mir einen Premium-Account bei einem meiner liebsten Grafikmaterialien-Anbieter. Commitment, Baby. Merke: wenn Geld fließt, dann meinst du es ernst. Dann bleibst du eher dran.

Außerdem habe ich einen neuen Wandkalender erstellt, den ich dieses Mal rechtzeitig vor dem neuen Jahr zum Verkauf anbot. Im Flow habe ich dutzende weitere Designideen umgesetzt, die in der Schublade nur darauf warten, endlich losgelassen zu werden. Den Kalender verkaufe ich aktuell über Redbubble, da die Erstauflage super schnell vergriffen war (und ich mit Shopify noch lange nicht soweit bin).

Mein bisher größtes Angebot wurde übrigens angenommen. Und guess what: meine letzte Weihnachtsfeier als Angestellte verbrachte ich beim Neongolfen. #truestory

Meine Haare waren entsprechend Neonblau.

Dezember

Im Dezember hatte ich nach wie vor noch Coaching-Kunden die ich begleitete. Die Termine wurden weniger, was auch am allgemeinen Vorweihnachtstrubel lag. Ich habe mich gefreut, dass ich dadurch etwas Zeit hatte, um mich um Weihnachtsgeschenke für meine Kunden zu kümmern. Bis mir einfiel, dass ich in wenigen Tagen Vollzeit-Selbstständige sein werde! Oh Gott, da muss man doch total viel regeln! Ahhh. 

Ich surfte durchs Internet und recherchierte Dinge, auf die ich so gar keine Lust hatte. Aber dennoch: es fühlte sich alles sehr erwachsen an. Krankenkasse, Finanzamt, IHK, … check, check, check. Das beste ist, dass ich 2020 keine Kleinunternehmerin mehr bin. Und da sich das direkt groß anfühlte, überlegte ich mir einen Steuerberater zu engagieren. Nach einem wunderbar humorigen Telefonat dachte ich mir: meine Güte, wie günstig ist das denn? Ich dachte Steuerberater nehmen den gleichen Minutensatz wie Notare.

Apropos Notare. Erwähnte ich, dass ich (noch) geschäftsführende Gesellschafterin einer GmbH bin? Seit 2016 ruht das gute Stück für mich und meine beiden Kompanions machten ohne mich weiter. Jetzt endlich kam auch da notarieller Schwung rein und es ist ein Ausscheiden für mich Anfang 2020 absehbar. Wieder ein Tab weniger offen im Kopf, fühlt sich gut an. Das war übrigens die teuerste Lektion meines Lebens. Aber das ist eine andere Geschichte. (Die zweitteuerste war Forex-Trading, aber auch das ist eine andere Geschichte. Sogar eine aus 2019, die ich bis eben erfolgreich verdrängt hatte.)

Im Dezember hagelte es für mich Anfragen und spannende Gespräche. Lauter Menschen wollten mit mir zusammenarbeiten oder was gemeinsames starten. Ich fühlte mich sehr geehrt, schaffte es aber, alle auf 2020 zu vertrösten. Merke: keine Entscheidungen aus einer kurzweiligen Euphorie heraus treffen! Ende Dezember wollte ich ja erstmal Luft holen und denken. Was ich direkt zusagte waren die Anfragen potenzieller Kunden. Ehe ich mich versah war mein präzise ausgerechneter Januar-Soll erfüllt. Poah. Ich muss aufpassen, dass ich mich nicht direkt wieder komplett mit Arbeit befülle. Ich muss ja an die frische Luft, Vitamin D tanken und den Nacken schwingen.

Nach der Behördenorgie waren endlich die Weihnachtsgeschenke dran. Ich gönne meinen Kunden echt hart dieses Jahr. Schließlich haben sie dazu beigetragen, dass ich an mich selbst gelaubt habe. Sie haben es mir ermöglicht, dass ich 2020 endlich das Leben leben kann, was ich bisher als das Nonplusultra empfinde: Selbstbestimmung, Deep Dive in Ideen, viel lesen, reisen, viel Zusammensein mit meinem Liebsten. Die Geschenke wurden neon-mäßig verpackt und kamen irre gut an. Der Aufwand hat sich echt gelohnt! Schenken macht so einen Spaß, ich liebe es. Was ich besonders genoss: das Erstellen einer Karte und eigener Druckprodukte, die ich dem Paket beilegte. Ganz tief in mir drinnen hat der Designer jubiliert.

Wieder stellte ich fest: das ist meine Essenz, das bin zu 100% ich. Schöne Dinge entwerfen, stilvoll in Szene setzen, vermarkten und Freude machen. Wieder höre ich meinen inneren Business-Coach fragen: und welchen Schmerz löst der Klimbim für deinen idealen Klienten?! Hach, ja. Muss immer erst ein Riesenschmerz entstehen, um sich an schönen Dingen zu erfreuen? Ich glaube nicht. Ich möchte unterhalten, Menschen zum Lachen und zum Nachdenken anregen und dazu beitragen, dass Menschen selbstbewusst ihr #Neonlife führen und zwar mit stolzgeschwellter Brust. Diese Gedankengänge werden mich noch ins neue Jahr hinein begleiten. 

Schön war übrigens diese wunderbare Posse vom Universum: Job gekündigt, Kühlschrank kaputtgegangen. Eins von diesen Dingen, wofür man immer ein paar Scheine auf der hohen Kante haben sollte, nech? Ugh. Frech wie ich bin, habe ich direkt einen neuen Geschirrspüler mitbestellt. Nimm das, Universum! Don’t test me.

In all dem Gewusel habe ich meine Weiterbildung zum Digital Brand Manager an der Quadriga abgeschlossen. Yeah. Mein Microsoft-Abo endete und ich bin zu GSuite gewechselt, schließlich nutze ich die vielen Tools von Google ohnehin schon. Wieder ein Haken. 

Sehr stolz gemacht hat mich im Dezember, dass Martina mich in ihrer Podcastepisode als Jahres-Highlight erwähnt hat. Wie hammerhart ist das denn? Anfang des Jahres hätte ich aber ganz hart mit den Augen gerollt, wenn mir das einer erzählt hätte. Was für 1 Life. Ihren Kurs mache ich übrigens immer noch, der musste leider etwas pausieren.

Kommt mir zum Jahreswechsel aber gerade recht, denn er ergänzt einen anderen Kurs sehr schön, den ich mir gegönnt habe: einen Brand Strategy Masterkurs von Stephen Houraghan. Die Scheine für Weiterbildung und Business-Wachstum flogen nur so dieses Jahr. Ich habe 2019 zehnmal (10x!) mehr dafür ausgegeben, als noch 2018. Aber immerhin habe ich meinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. 

Es ist Ende 2019 und ich kann kaum glauben, dass ich nächste Woche nicht in die Agentur fahre. Eben habe ich mir spontan einen Spaziergang mit meinem Liebsten gegönnt. An einem Montagmittag. Ich habe mir unterwegs einen Kartonbogen und Kleber fürs Vision Board gekauft. Ich bin jetzt schon gespannt, was seinen Weg darauf finden wird. 

2020

Mein Begriff des Jahres 2020 ist Neonlife. Neonlife fasst all das zusammen, was ich ursprünglich in den Fokus (ha!) nehmen wollte. Mehr Quality-Time, mehr Pausen, Arbeiten im Flow, Mut zur Sichtbarkeit, Ausbau meiner Personal Brand, … Ich möchte die extravagante Künstlerin mit Hang zur inspirierenden Führerin werden, die ich in meiner Kindheit längst war. Mutig möchte ich sein. Und manchmal auch unbequem. Ich möchte mich in meiner Gänze zeigen, verletzlich und nahbar, aber auch stark. Ein Vorbild für andere und hoffentlich ein Dorn im Auge des todeslangweiligen Business-as-usual-Mainstreams.

Ich freue mich, dass mit diesem Artikel mein erster eigener Blog startet (es heißt der Blog, nicht das – wäre das auch geklärt). Denn Schreiben ist mein Medium. So gerne ich Video für mich entdecken möchte, es ist vielleicht noch nicht an der Zeit für mich. Authentischer bin ich schreibend. Beim Schreiben kann ich Pause machen und nachdenken. Das hat nichts mit Verfälschen zu tun, sondern damit, dass ich Effizienz schätze. Ich möchte keine Zeit verschwenden. Ich ärgere mich über jedes Video, dass mir in 5-10 Minuten eine Information gibt, die mit einem Satz geklärt gewesen wär. 

Dieses Jahr werde ich endlich die Zeit finden, mich meinem Shop-Projekt zu widmen! Das bedarf deutlich mehr Deep Dive, als ich im November dachte. Aber: everything is figureoutable! 

Darüber hinaus gibt es in meinem Business 2020 Änderungen: mein Fokus verschiebt sich und meine Zielgruppe wächst mit mir. Mein Anspruch an meine Arbeit ist ein anderer.

Ich bin Designer. (Arrogante Anmerkung: das ist mehr, als ein Grafiker)

Ich weiß, dass es kein gutes Design ohne Vision und Strategie geben kann und auch, dass der Brandingprozess mit dem Design nicht endet. Branding ist der Anfang und das Ende, um es mal biblisch auszudrücken. Branding ist immer. Deswegen ist mein Anspruch 2020 die Ausgestaltung der kompletten Brand Experience meiner Kunden. Gemeinsam mit meinen Kunden werde ich alle möglichen Berührungspunkte ihrer Marke und ihrer Zielgruppe bestmöglich inszenieren. Letztlich ist alles Design. Die Ausgestaltung dessen, was wir haben und die Ausrichtung an dem, was wir wollen. Einer meiner Leitsprüche ist: Live by design, not by default. Die Kurzform davon ist das, was ich unter Neonlife verstehe.

SOMBA

SOMBA, Sigrun, Team Red und die Community haben erheblich zu meinem Erfolg 2019 beigetragen. Ich wäre niemals alleine diese Schritte in diesem Tempo gegangen. Ja, es ist ein Investment. Aber es ist ein Investment mit einem hohen Return, also quasi eine sichere Bank, wenn du bereit bist die Schritte zu gehen. 

SOMBA hat aktuell wieder seine Türen geöffnet. Falls du auch nur ansatzweise überlegst: Mach es jetzt! Der Erfolg stellt sich ein, wenn du dem Universum klar machst, dass du es wirklich willst. Sorry für die Esoterik, aber ich spreche aus Erfahrung.  

Ich freue mich 2020 tierisch darauf, dass ich endlich richtig eintauchen kann in SOMBA Momentum, das nächsthöhere Programm in das ich Ende August investiert habe. Außerdem freue ich mich auf den Selfmade-Summit im Juni in Island und das Live-Event im Oktober in Zürich (PS: kostenlos für SOMBAs!). Sehen wir uns? 

Wenn du Lust hast SOMBA beizutreten, dann kannst du auch direkt über mich buchen und dir richtig geniale Add-ons sichern! Die habe ich hier für dich zusammengefasstSOMBA macht dich fertig, glaub mir. Fertig für ein erfolgreiches Business und dein Neonlife. 

Ich gehe mich jetzt entspannen. Es ist schließlich schon nach Ende Dezember.

To your Neonlife, 

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