Learnings 2021 und 17 Schritte zu mehr Wachstum in 2022

7. Dezember 2021 | 0 Kommentare

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In dreieinhalb Wochen ist es soweit: 2021 ist Geschichte. Was für ein Jahr: hell, dunkel, Pieks, hell, Pieks, dunkel, Dezember. Sternschnuppen-Style. Wusch. Und andererseits so zäh, wie ausgekautes Hubba Bubba (wer kann den Ausblick aus den Fenstern des Vertrauens auch nicht mehr sehen? Hand hoch!).

Manche nehmen sich ‚zwischen den Jahren‘ Zeit für die Planung des nächsten Jahres, viele lassen das vergangene Jahr noch mal Revue passieren. Im letzten Jahr habe ich einen intensiven Jahresrückblick gemacht und es GENOSSEN, war es doch mein erstes Post-Job-Jahr, so ganz und gar selbstständig als Free Woman of the World!

 

Was ich 2021 geschafft gelernt habe

Dieses Jahr wird mein Rückblick kurz und knapp. Statt zu grübeln, was ich geschafft habe frage ich mich: Was habe ich gelernt? Oh, siehe da – das fühlt sich weniger defizitär an und besteht nicht nur aus arbeiten, essen, schlafen und herausfinden, welcher der beste Supermarktfilterkaffee ist. Stand heute: der hellgrüne von Melitta. 💚

Ich habe in diesem Jahr gelernt:

  • dass ich gut Schreiben und Menschen damit begeistern kann
  • dass ich Wald, Wiesen und Hügel brauche, um mich heimisch zu fühlen (sorry, Leipzig!)
  • wie ich die letzten verdammten 5 Kilogramm abnehme (nachdem ich 2012 mühelos fast 20 kg abgenommen habe)
  • dass meine Skills mehr als ‚ganz gut‘ sind (Hey, Fellow Perfectionist!)
  • dass Service immer noch einen Riesenunterschied macht und ich damit ein echtes Asset habe
  • wie sehr ich die Menschenfreiheit genießen kann und wie wunderbar es ist, dass viele Menschen merken, wie viel online geht
  • welche Mikro-Angebote sich schon Angebot nennen dürfen und mit einem Preisschild gekennzeichnet werden dürfen (!1!!11!!)
  • dass ich schnell von meinem eigenen Weg abkomme und wie ich das zukünftig vermeide
  • dass die billige Prinzenrolle deutlich besser schmeckt, als die originale
  • dass vielen Leuten der Unterschied zwischen Fakten und Meinungen schlicht egal ist (Skandal)
  • dass Wissenschaft mir so wichtig ist, dass ich in die GWUP eintreten werde
  • dass ich von 16-19 Uhr mehr schaffe, als in den 8 Stunden davor (seitdem sitze ich nie vor 11 Uhr am Schreibtisch)

Vorwärts immer, rückwärts nimmer! 2022, olé!

Als echte Neu-Leipzigerin darf ich jetzt auch mal Honecker zitieren, oder? 😁 Dieses Jahr habe ich keine Lust auf eine größere Retrospektive und steige lieber euphorisch in die Liste der Dinge ein, die ich im nächsten Jahr erreichen, machen, erleben möchte. Das sind im Wesentlichen zwei Dinge, für die ich nie bereiter war, als jetzt. Ich spüre es (könnte auch Schiss sein):

Mein Ding #1: Denken, wie eine Unternehmerin.

Trotz Productized Services und super schnurigem Prozess bin ich noch zu selbst und zu ständig – ich habe mich zu meiner besten Angestellten gemacht. Aus dem fleißigen Bienchen darf sich im neuen Jahr eine Unternehmerin entpuppen. Ich hämmere mir immer das Mantra ein, dass man ja unterschätzt, was man in einem Jahr alles schaffen kann – so behalte ich die Nerven, angesichts der herausfordernden Lage.

Zwei Aussagen haben mich in der jüngeren Zeit ziemlich bewogen und beschäftigen mich so sehr, dass sie als Zettel auf meinem Schreibtisch liegen und ich sie in meine 2022-Denke mitnehme:

  • Chris Do (Godfather of Design, CEO The Futur)
    hat auf Twitter seine am meisten befreienden sechs Worte geteilt: ‚I don’t do client work anymore.‘ Seit 2018 fokussieren sein Team und er sich komplett auf Content Creation, mit der Mission ‚Teach one billion creatives how to make money doing what they love‘
  • Tara McMullin (Godmother of The What Works Network und dem gleichnamigen Podcast)
    hat in einem emotionalen Newsletter geteilt, dass sie sich bis auf Weiteres nur noch auf das konzentriert, was ihr mehr gibt, als es nimmt: Content Creation. Alles, was mit Interaktion zu tun hat, gibt sie ab.

Mein Ding #2: Schwächen radikal outsourcen.

Chris Do und Tara McMullin bezeichnen sich beide als Introvertierte. Auch mich strengt Interaktion oft an. Früher dachte ich immer, dass Content Creation gleichbedeutend sei mit YouTuber oder Blogger. Das bin ich nicht. Letzteres habe ich immerhin mal versucht. Aber ich erstelle gerne und mühelos (das Zauberwort, merk dir das) knackige Postings auf Social Media. Ist das Format entscheidend? Die Länge? Wahrscheinlich nicht.

Meine Aufgabe: diese Lust, Laune und Mühelosigkeit auf das Erstellen von Business-Assets anwenden. Angebote erstellen, die meinen Kund*innen auch ohne mein individuelles Zutun helfen. Mich nicht von Ideen überfordern und nicht von großen Signature-Programmen einschüchtern lassen.

Vielleicht geht es dir ja ähnlich und deine Gedanken zum Thema 2022 stehen unter ähnlichen Sternen. Für mich ist beides ein riesiger Schritt aus der Komfortzone, aber zum Glück wird mir Routine schnell langweilig. Ich war jetzt lange genug ‚Selbstständige‘ und bin von meiner eigenen Bequemlichkeit ausreichend genervt. Time to level up.

 

17 Baby-Steps für deinen Wachstumskurs

Um von den nächsten großen Schritten in Richtung Wachstum nicht direkt in die Panikzone zu flattern, habe ich eine Liste vieler kleiner Dinge erstellt, die in Summe einiges bewirken werden. Manches davon setze ich sogar schon um! #fleißbienchenverteil

1. Einen Call-to-Action in die (normale) E-Mail-Korrespondenz einbauen. Zeige dein Freebie, dein Einstiegsprodukt oder weise auf ein bevorstehendes Programm hin. Oftmals wissen unsere Kund*innen gar nicht, was wir alles Spannendes im Angebot haben.

2. Eine automatische E-Mail-Antwort einstellen, mit dem Hinweis, in welchem Turnus man Mails liest und beantwortet. Perfekter Ort, um ein kleines FAQ einzubauen oder um auf dein FAQ auf der Website hinzuweisen. Auch hier lässt sich super ein Freebie oder Angebot platzieren.

3. Lockere (virtuelle) Coffee-Dates mit ehemaligen Kund*innen vereinbaren, um nachzufragen, wie es ihnen und ihrem Business geht und um Unterstützung anzubieten, wenn es passt. Das muss nicht direkt ein Angebot von dir sein, vielleicht kannst du auch einfach mit einem Tipp oder einem Kontakt aushelfen. Bleib ihm Gespräch.

4. Eruieren, ob deine Angebotspreise angepasst werden können. Wann hast du das letzte Mal deine Preise erhöht? Deine Skills und Referenzen wachsen, das darf sich auch in deinem Preisniveau widerspiegeln. Gibt es Angebote, die gehen dürfen? Auf was hast du keine Lust mehr? Nimm’s von deiner Website.

5. Falls du größere Projekte hast, rechne diese nicht nach erreichten Meilensteinen ab, sondern nach fixen Terminen, zum Beispiel monatlich. Das strafft die Laufzeit und gibt dir einen Vorteil.

6. Gehe jeden Task so an, als würdest du ihn als nächstes an eine*n Mitarbeiter*in briefen müssen. Das hilft dir, strategischer und strukturierter an die Dinge heranzugehen und sie wirklich als nächstes auszulagern. Lege, wenn es passt, Templates an (für Angebote, Präsentationen, Social Grafiken, Workbooks) – denke ganzheitlicher und langfristiger.

7. Passe deine Biografien auf Social Media an und untertreib dabei nicht. Passen die Links hier noch? Könntest du hier ein Freebie oder Angebot verlinken?

8. Überlege bei jedem Posting, ob ein CTA passen würde. Hast du eine hilfreiche oder weiterführende Ressource zu deinem Statement? Gib sie weiter.

9. Frag bei deinen Kund*innen nach einem Testimonial. Ihr könntet das Coffee-Date für ein kurzes Video nutzen. Testimonials sind nicht nur für dich wichtig, sondern auch für deine Kund*innen! Baaaaacklinks.

10. Verteile freundliche Worte oder Dankeschöns an Menschen, die dich inspirieren. Einfach nur so. (sei kein Stalker!)

11. Empfiehlst du regelmäßig allerlei Dinge? Schau nach, ob es eine Affiliate-Möglichkeit gibt, damit du für deine Empfehlung einen kleinen Obulus bekommst.

12. Befrage deine E-Mail-Liste, was du ihr gutes tun kannst, beziehungsweise was ihre aktuellen Herausforderungen sind. Mach ein (kleines) Angebot daraus!

13. Screene alle deine Memberships und Abos: was davon kann gehen? Gibt es bessere Möglichkeiten? Kann man zusammenfassen oder vereinfachen? Notier die Kündigungstermine im Kalender.

14. Entabonniere Accounts, die dich nicht mehr inspirieren oder entertainen. Nobody needs that! Auch private Stinkstiefel dürfen im digitalen Nirwana weiternörgeln.

15. Setz dir drei Bücher auf die Wishlist, die dich 2022 vorwärts bringen werden.

16. Such dir drei (neue) Mentor*innen und abonniere ihren Content (andere dürfen gehen).

17. Kauf dir ein Outfit oder ein Kleidungsstück, von dem du denkst, dass es 2022 zu dir passen wird. Wie wirst du dich 2022 in Schale werfen?

Hast du gute Tipps, um auf Wachstumskurs zu kommen? Wie man den Switch von selbstständig zu unternehmerisch am besten managed? Verrate es mir in den Kommentaren!

Wenn du erleben möchtest, wie es mir auf meiner Reise zur Unternehmerin ergeht, dann kannst du dich in meinen Neonletter eintragen (am Ende der Seite).

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